ANGELN BEI DUNKELHEIT
FRAGE AN JACKSON
Nachts angeln
Ich bin beruflich sehr stark beschäftigt und komme erst spät aus der
Arbeit. Meine Frage daher an Dich: „Macht es noch Sinn, in der
Dämmerung und bei Dunkelheit auf Raubfisch zu angeln”?
ANTWORT JACKSON
Je später der Abend, desto schöner die (Raubfisch) Gäste.
Aus diesem Grunde bekommst Du von mir ein klares JA auf Deine Frage.

Das Raubfischangeln in den dunklen Abendstunden kann sehr erfolgreich
sein. In vielen Gewässern findet all abendlich das selbe Ereignis
statt: Weißfische ziehen von den weiten, tieferen Gewässerabschnitten
in die Flachwasserzonen am Ufer, um dort ihre Nachtruhe zu verbringen.
Diese Tatsache kennen natürlich auch deren natürliche Feinde. Sie
ziehen bei Nacht auch in die seichten Zonen, denn dort ist der Tisch
mehr als reich gedeckt. Die Beute ist meist recht passiv, was Hecht,
Wels, Zander, Barsch und Co. die Jagd deutlich erleichtert.
Für den Raubfischangler entsteht somit die Change, vom Ufer in kurzer
Distanz alle Arten von Raubfisch in großer Anzahl anzutreffen!
Wer nachts seine Rute schwingen möchte, solle bereits tagsüber das
Revier gründlich erkunden. Bereiche mit steil abfallenden Ufern taugen
nichts. Ausgeprägte Flachwasserzonen mit einer Tiefe bis zwei Meter
sind perfekt. Prägt Euch bei Helligkeit Hindernisse wie versunkene
Bäume und Co. ein. In der Nacht werft Ihr den Köder ins Unsichtbare.
Wer mit diesen gewonnenen Informationen bei Dunkelheit seinen Köder
anbietet, ist auf der Siegerstrasse.
Bei der Köderauswahl gibt es wenig, aber wesentliches zu beachten. Da
Raubfische in der Nacht ihre Sichtmöglichkeit nicht ausspielen können,
sind sie auf ihre Seitenlinie und Geschmacksorgan angewiesen. Ich
verwende daher Kunstköder mit stark ausgeprägten Schwimmbewegungen. Wie
ich die Nase der Räuber stimuliere, verrate ich Ihnen in nachfolgendem
Zusatztipp.
ZUSATZTIPP:
Meine Kunstköder (egal ob Blinker, Spinner, Gummifisch, Wobbler oder
Jerkbait) bewahre ich in Klarsichtboxen auf. In jede Box gebe ich
grundsätzlich einige Spritzer Fischöl hinein. Den abscheulich
stinkenden Geruch nehmen im Laufe der Zeit die Kunstköder an. Im
Ergebnis wirkt der Köder auf alle Sinnesorgane, sprich auch auf den
Geschmackssinn.
Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von www.cebbra.de zur Verfügung gestellt.